Discussion:
Wir brauchen die Nachdenklichen mehr denn je
(zu alt für eine Antwort)
Norbert Mueller
2012-07-22 08:57:57 UTC
Permalink
Recht interessant, für Viele vielleicht ein Weg zur Selbsterkenntnis
(hoffentlich!) :-)

mfg, NM


Susan Cain im Interview über ihr neues Buch „Still. Die Bedeutung von
Introvertierten in einer lauten Welt“:
http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=29347

Ihr Buch trägt den Titel „Still. Über die Bedeutung von Introvertierten
in einer lauten Welt“. Sie beschreiben umfassend und kritisch die
Situation von Introvertierten in unserer heutigen Welt. Neueste
Ergebnisse der Hirnforschung beziehen Sie dabei ebenso ein wie
historische Beispiele. Aus den Erkenntnissen leiten Sie konkrete
Anregungen für alle sozialen Bereiche ab, von der Organisation des
Berufslebens und den Bildungseinrichtungen für Kinder bis hin zur
Konfliktlösung in der Partnerschaft. Wie kamen Sie auf die Idee, ein
Buch über Introvertierte zu schreiben. Warum lag Ihnen gerade dieses
Thema besonders am Herzen?
Aus demselben Grund, aus dem Betty Friedan seinerzeit 1963 “The Feminine
Mystique” veröffentlichte (auf Deutsch erschienen unter dem Titel: „Der
Weiblichkeitswahn oder Die Mystifizierung der Frau“). Heute haben
Introvertierte gegenüber Extravertierten dieselbe Stellung wie
seinerzeit Frauen gegenüber Männern – sie sind Bürger zweiter Klasse mit
einem gewaltigen Potenzial ungenutzter Fähigkeiten. Unsere Schulen und
Arbeitsplätze sind auf Extravertierte zugeschnitten. Viele
Introvertierte glauben, etwas stimme nicht mit ihnen und sie sollten
versuchen, als Extravertierte „durchzugehen“. Das ist eine gewaltige
Verschwendung von Begabung, Energie und, letztendlich, Glück.

Extravertierte Menschen gelten als aufgeschlossen, kontaktfreudig und
flexibel, introvertierte hingegen als ungesellig, schweigsam und
schüchtern. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sich diese Vorstellungen
jedoch als Klischees. Was sind für Sie die wichtigsten Merkmale einer
introvertierten Persönlichkeit?
Eine introvertierte Persönlichkeit hat zahlreiche Vorzüge, von denen ich
hier nur ein paar erwähnen möchte. Zunächst einmal lassen Studien darauf
schließen, dass viele der kreativsten Menschen introvertiert sind.
Introvertierte sind gründliche, nachdenkliche Menschen und können
Einsamkeit in dem Maß ertragen, wie es für die meisten kreativen
Arbeiten erforderlich ist. Außerdem widmen Introvertierte, entgegen der
Meinung, sei seien antisozial, ihren engen Freunden und der Familie für
gewöhnlich mehr Zeit als Extravertierte. Sie gehen seltener fremd und
lassen sich seltener scheiden. Wenn man nicht auf allen Hochzeiten
tanzt, neigt man dazu, Beziehungen intensiver zu pflegen.
Es gibt aber auch Nachteile. Der größte ist vielleicht, dass sich
Introvertierte in Gesellschaft schnell unbehaglich fühlen. Wie alle
anderen auch möchten sie unter Leute kommen – die Menschen sind nun
einmal soziale Wesen –, aber dadurch entsteht ein grundsätzlicher
Konflikt zwischen dem Wunsch, anderen verbunden zu sein, und dem
Bedürfnis nach Ruhe.
Robe Hod
2012-07-22 09:30:21 UTC
Permalink
Post by Norbert Mueller
Recht interessant, für Viele vielleicht ein Weg zur Selbsterkenntnis
(hoffentlich!) :-)
Susan Cain im Interview über ihr neues Buch „Still. Die Bedeutung von
http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=29347
Extravertierte Menschen gelten als aufgeschlossen, kontaktfreudig und
flexibel, introvertierte hingegen als ungesellig, schweigsam und
Sozialpsycholgische Studien belegen, dass die Fähigkeiten, die
Kompetenz ausmachen, dieselben sind, die auch die Grenzen
der eigenen Fähigkeiten erkennen lassen.

Probanden mit den schlechtesten Sprachkenntnissen und den geringsten
Erfolgen bei logischen Aufgabenstellungen zeigten das größte
Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die Testpersonen
mit den besten Ergebnissen schätzten die eigenen
Fähigkeiten im Allgemeinen am niedrigsten ein.
Ihnen ist bewusst, dass mit zunehmendem Wissen auch der
Grenzbereich zu dem Bereich, den wir nicht wissen
zunehmend größer wird...
q. bzw. mehr: http://www.sgipt.org/kritik/kuriosa/halbwis.htm
Post by Norbert Mueller
schüchtern. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sich diese Vorstellungen
jedoch als Klischees. Was sind für Sie die wichtigsten Merkmale einer
introvertierten Persönlichkeit?
Eine introvertierte Persönlichkeit hat zahlreiche Vorzüge, von denen ich
hier nur ein paar erwähnen möchte. Zunächst einmal lassen Studien darauf
schließen, dass viele der kreativsten Menschen introvertiert sind.
http://www.amazon.de/Denkverbote-Esther-Vilar/dp/3404604830

"Nur Beschränkte machen Karriere!"
"die dummen sind so sicher und die gescheiten so voller zweifel".
"der dumme ist zu dumm um zu begreifen dass er dumm ist"

Sie entwickelt hier die These, dass Dummheit (nicht im Sinne von
fehlendem Wissen, sondern von fehlender Phantasie und Sensibilität)
leider die Voraussetzung für gesellschaftlichen Aufstieg und die
Erklärung für viele geschichtliche Tragödien ist.

Die Kapitel über Dummheit und Macht haben zwar den Nachteil, den
Leser vielleicht frustriert zurückzulassen, weil sich wohl eh nicht
viel
ändern wird, aber den Vorteil, dass man übertriebenen Respekt
vor Mächtigen verliert und sich ihnen nie mehr unterlegen fühlen kann.

Wer anschließend Appetit auf mehr von Esther Vilar, aber wenig
Zeit zum Lesen hat, dem sei ihr Buch "Denkverbote" empfohlen,
eine stark komprimierte Zusammenfassung ihres
essayistischen Lebenswerks,

Die Tabus unserer Zeit - Esther Vilar nennt sie beim Namen:
Wir leben alle vom Verbrechen! Nur beschränkte machen
Karriere! Schönheit ist reaktionär! Die Alten ruinieren
das Alter! In der Liebe gewinnt stets der Dümmere!
Fleischesser sind die wahren Tierfreunde! Sex ist
eine heilige Handlung! Wir brauchen eine faule Jugend!
und... Eine Streitschrift wider die Fesseln des Zeitgeistes.

Esther-Vilar - Denkverbote. Tabus an der Jahrtausendwende
ISBN 10: 3785709056 - ISBN 13: 9783785709054

Da erfährst du dann auch warum intelligente Frauen sich oft
in beschränkte Männer verlieben. Kapitel:
"Die Segnungen der unerwiderten Liebe".

Auch gut:
"Die emanzipierte Frau ist genauso dumm wie die anderen,
möchte aber nicht für dumm gehalten werden." - Esther Vilar,
Der dressierte Mann, ISBN 978-3-423-34134-7, Seite 109

hth
Fritz Reschen
2012-07-22 10:23:27 UTC
Permalink
Post by Robe Hod
Sozialpsycholgische Studien belegen, dass die Fähigkeiten, die
Kompetenz ausmachen, dieselben sind, die auch die Grenzen
der eigenen Fähigkeiten erkennen lassen.
Dazu brauch' ich keine sozialpsychologische Studie, Jäger!

Der missionarrische Geifer, mit dem du hierconfs ebenso manisch
wie erfolglos zugange bist, ist doch der beste Beweis, dass du
die Grenzen deiner Fähigkeiten nicht wahrnimmst!
--
ciao, Fritz

Give Greece a chance!
Thomas Schmidt
2012-07-22 12:52:46 UTC
Permalink
Post by Fritz Reschen
Post by Robe Hod
Sozialpsycholgische Studien belegen, dass die Fähigkeiten, die
Kompetenz ausmachen, dieselben sind, die auch die Grenzen
der eigenen Fähigkeiten erkennen lassen.
Dazu brauch' ich keine sozialpsychologische Studie, Jäger!
Der missionarrische Geifer, mit dem du hierconfs ebenso manisch
wie erfolglos zugange bist, ist doch der beste Beweis, dass du
die Grenzen deiner Fähigkeiten nicht wahrnimmst!
Nicht doch, nein!
Gerade zweigt er die ja!
copy&paste. Egal was, egal wieviel, egal von wo.
Aber das Schöne, nieman muß das auch lesen.
--
sig, Sig, sic, sick, Sieg, und so weiter.
Fritz
2012-07-22 14:31:42 UTC
Permalink
Post by Thomas Schmidt
Nicht doch, nein!
Gerade zweigt er die ja!
copy&paste. Egal was, egal wieviel, egal von wo.
Aber das Schöne, nieman muß das auch lesen.
Applaudierst du nicht manchmal ... dem Mann mit den grünen Strumpfhosen?
--
Fritz
liberté, égalité, fraternité
Ironie, Satire, Farce, Persiflage, Metapher sind keinesfalls ausgeschlossen
Thomas Schmidt
2012-07-22 16:48:04 UTC
Permalink
Post by Fritz
Post by Thomas Schmidt
Nicht doch, nein!
Gerade zweigt er die ja!
copy&paste. Egal was, egal wieviel, egal von wo.
Aber das Schöne, nieman muß das auch lesen.
Applaudierst du nicht manchmal ... dem Mann mit den grünen Strumpfhosen?
Sicher nicht, wenn er Stumpfsinn tippselt oder nur irgend etwas kopiert.
Sicher doch, wenn er einmal echt gut ist, ja warum denn nicht?
Ich hab schon Artikel als gut befunden, die aus von weit rechts oder weit links
gelegenen Ecken gekommen sind, was soll daran besonderes sein?
Gut ist, was gut ist, da beißt niemand was ab. So schaut's aus :-)
Lieber ein brillianter Gegner als ein schlapper Mitläufer und Beipflichter.
--
sig, Sig, sic, sick, Sieg, und so weiter.
Fritz Reschen
2012-07-22 15:07:37 UTC
Permalink
Post by Thomas Schmidt
Post by Fritz Reschen
Post by Robe Hod
Sozialpsycholgische Studien belegen, dass die Fähigkeiten, die
Kompetenz ausmachen, dieselben sind, die auch die Grenzen
der eigenen Fähigkeiten erkennen lassen.
Dazu brauch' ich keine sozialpsychologische Studie, Jäger!
Der missionarrische Geifer, mit dem du hierconfs ebenso manisch
wie erfolglos zugange bist, ist doch der beste Beweis, dass du
die Grenzen deiner Fähigkeiten nicht wahrnimmst!
Nicht doch, nein!
Finnzt ächt?
Post by Thomas Schmidt
Gerade zweigt er die ja!
copy&paste. Egal was, egal wieviel, egal von wo.
Ehm!
Post by Thomas Schmidt
Aber das Schöne, nieman muß das auch lesen.
Ja, nix ist soo gschissn, dass es nicht auch was Positives hätt ;-)
--
ciao, Fritz

Give Greece a chance!
Thomas Schmidt
2012-07-22 16:58:04 UTC
Permalink
Post by Fritz Reschen
Ja, nix ist soo gschissn, dass es nicht auch was Positives hätt ;-)
So ist es.
Erstens stellt sich jemand beispielsweise selbst und ohne Zwang als das dar,
was er ist.
Das erspart sehr viel Aufwand und Zeit.
Und dann noch _das_ Beipiel, das jemand abgibt, unverwechselbar und so
schon abschreckend.
Beispiel:
Was drängt jemanden dazu, einen derart blöden Artikel über Introvertierte
zu kopieren und zu kommentieren? Mit derart viel
Readers-Digest-Hausfrauen-Dumpfbackenpsychologie?
Ich halte bei Gott nichtsvon Statistikenausfüller, bekannt unter dem Namen
Psychologen, aber soviel Unsinn untergejubelt zu bekommen, das haben nicht
einmal die verdient. Also bleibt nur mehr ein einziger Schluß.
Natürlich sagt kaum einer: Seht her, schaut, wie blöd ich bin.
Aber ist das denn auch noch notwendig? :-)
--
sig, Sig, sic, sick, Sieg, und so weiter.
Fritz Reschen
2012-07-22 17:23:05 UTC
Permalink
Post by Thomas Schmidt
Natürlich sagt kaum einer: Seht her, schaut, wie blöd ich bin.
Neinein, das wird zumeist etwas chiffriert bekanntgegeben,
zum Beispiel so:

<>
Die Verantwortlichen 'putzen' sich ab. Und haben nachwievor einen
beträchtlichen Anteil
am Gesamtvermögen. Frieden in Europa ist machbar, nur Geiz ist halt
'fett', ............
</>
Post by Thomas Schmidt
Aber ist das denn auch noch notwendig? :-)
Achwo ;-) !
--
ciao, Fritz

Give Greece a chance!
Norbert Mueller
2012-07-22 17:17:45 UTC
Permalink
Post by Fritz Reschen
Post by Robe Hod
Sozialpsycholgische Studien belegen, dass die Fähigkeiten, die
Kompetenz ausmachen, dieselben sind, die auch die Grenzen
der eigenen Fähigkeiten erkennen lassen.
Dazu brauch' ich keine sozialpsychologische Studie, Jäger!
Die Wissenschaft brauchst du, Reschen, damit es nicht unter "gesundes
Volksempfinden" rangiert, was du denkst. ;-)


mfg, NM
Fritz Reschen
2012-07-22 17:31:15 UTC
Permalink
Post by Norbert Mueller
Post by Fritz Reschen
Dazu brauch' ich keine sozialpsychologische Studie, Jäger!
Die Wissenschaft brauchst du, Reschen,
Joh, eh.
Post by Norbert Mueller
damit es nicht unter "gesundes
Volksempfinden" rangiert, was du denkst. ;-)
Bissi holprig, Bertl, deine Sprache ;-)
--
ciao, Fritz

Give Greece a chance!
Norbert Mueller
2012-07-22 18:09:48 UTC
Permalink
Post by Fritz Reschen
Post by Norbert Mueller
Post by Fritz Reschen
Dazu brauch' ich keine sozialpsychologische Studie, Jäger!
Die Wissenschaft brauchst du, Reschen,
Joh, eh.
Ich weiß, ich weiß ... du bist meilenweit von ihr entfernt... :-)
Post by Fritz Reschen
Post by Norbert Mueller
damit es nicht unter "gesundes
Volksempfinden" rangiert, was du denkst. ;-)
Bissi holprig, Bertl, deine Sprache ;-)
Was soll denn daran holprig sein? ;-)


NM

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